Gebrauchtwagenkauf USA

Wheels of Steel

Nun muss es aber endlich losgehen…auf die Straße mit uns. Dafür brauchen wir noch ein passendes Gefährt. Hier also das Märchen wie sich Steffen, Julia & Thunder gefunden haben:

Für eine Reise durch die USA und Kanada ist ein Auto fast unerlässlich. Da jeder mindestens ein bis drei Wägen besitzt, ist das öffentliche Verkehrsnetz nur dürftig ausgebaut und höchstens als Verbindung zwischen den größeren Städten zu gebrauchen. Aber was wäre ein Amerika-Besuch ohne die Fahrt auf endlosen Highways im Sonnenuntergang anyway…

Je nach Komfortanspruch lohnt sich ein Autokauf gegenüber einem Miet-Wagen oder -Wohnmobil ab circa sechs Wochen Aufenthaltsdauer. Sofern wir hoffentlich am Ende unserer Tour einen anderen Roadtripler mit unserem Thunder beglücken können.

Wer ähnliches plant, hier ein paar Hinweise zu den Formalitäten des Gebrauchtwagenkaufs in den USA:

Wir haben uns für den Kauf von Privat entschieden. Mit etwas Glück erreicht man so das beste Preis-Leistungsverhältnis. Die meisten Angebote lassen sich online über die lokale Craigslist finden. Es ist üblich, dass man den Wagen vorab in der Werkstatt durchchecken lässt. Daher bietet das fast jede Werkstatt für $35-100 an. Außerdem kann man auf Kelley Blue Book den Wert eines vergleichbaren Fahrzeuges herausfinden. Und wenn man auf Nummer sicher gehen will, kann man auf Carfax mit der Fahrgestellnummer auch noch die Schadenshistorie eines jeden Wagens prüfen.
Beim Gebrauchtwagenhändler zahlt man eben etwas mehr für die vermeintliche Sicherheit dass der Wagen gut in Schuss ist und eine gewisse Garantiezeit. Allerdings bringt einem das herzlich wenig, wenn der Wagen dann am anderen Ende des Landes den Geist aufgibt.

Die Anforderungen für die Fahrzeuganmeldung sind unterschiedlich je nach Bundesstaat. Eine gute Übersicht zu den jeweils benötigten Unterlagen findet man auf den lokalen Webseiten des DMV. Mindestanforderung sind in der Regel diese drei Dinge:

  1. Den title, sozusagen ein Äquivalent zum Fahrzeugbrief in Deutschland
    Man bringt den title vom Vorbesitzer mit zur Ummeldung. Auf der Rückseite unterschreibt der Verkäufer. Vor dem Kauf immer darauf achten, dass auf dem title keine offener Kredit mehr auf das Auto vermerkt ist. Auf der Zulassungsstelle erhält man direkt einen neuen title oder bekommt ihn nach einigen Wochen zugesandt. Dann benötigt man jemanden der einem die Post zuverlässig nachsendet für den Wiederverkauf.
  2. Eine Postadresse im Bundesstaat für die Zulassungsstelle und die Versicherung. Hier bietet es sich an, wenn man einen Bekannten vor Ort hat. Unter Umständen nehmen sie aber auch eine Ho(s)tel-Adresse an, falls das Ho(s)tel bereit ist gegebenenfalls Post an euch weiterzuleiten. In einigen Bundesstaaten muss man allerdings seine Heimatadresse durch erhaltene Rechnungen oder ähnliches verifizieren. Am Besten vor dem Autokauf dort vorbeigehen oder anrufen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
  3. Haftpflichtversicherung
    In den meisten Staaten herrscht ohnehin Versicherungspflicht. Auch wenn man nicht den neuesten Wagen hat, zumindest in eine Haftpflicht sollte man so oder so investieren, das kann einem am Ende viel Geld und Ärger ersparen. Bei Abschluss der Versicherung darauf achten, dass Towing, also ein Abschleppservice, mit dabei ist. Die besten Preise für ein halbes Jahr Laufzeit haben wir bei Geiko und Progressive gefunden. Bei Abschluss am besten immer bekunden, dass man beabsichtigt die Versicherung für ein halbes Jahr in Anspruch zu nehmen, sonst lehnen sie einen unter Umständen ab.

Wisconsin ist wegen seiner geringen Anforderungen bei der Fahrzeugregistrierung für den Autokauf nur zu empfehlen. Alle Behörden waren sehr hilfsbereit und unkompliziert. Eine ländliche Gegend bietet sich generell an, da die Kostenstruktur oft etwas günstiger ist. Für Anmeldung, Versicherung und Kennzeichen sollte man $400-900 einplanen.

One thought on “Gebrauchtwagenkauf USA

  • 19. August 2015 at 21:59
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    ui, wie schön!! Nen Thunder. Sieht lässig aus. Gute Fahrt. Viele Grüße JIRA-Göbel

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