Kobe, Japan

Lost in Translation

Nun ist irgendwie spontan noch Japan auf unseren Reiseplan gerutscht. Wenn auch ungeplant, schon lange ersehnt. Dass es nicht günstig wird und unser Budget schön langsam knapp wird, war aber auch klar. Deswegen suchen wir uns wieder mal Halbtagsarbeit gegen Kost und Logis – dieses Mal über die Seite workaway.info. Wir werden fündig bei Mayumi und Hiro mit ihren Hostels Yume Nomad und Akamura. Zwei Filmchen und Fotos wollen sie haben. In Sachen Unterkunft ziehen wir wieder einmal das große Los. Wir dürfen im eigenen Apartment des neuen „Projekts“ Yume Nomad Apartment schlafen, das gerade renoviert wird. Anstatt im Schlafsaal. Kein schlechter Anfang.

Steffen:

Da war er also, der erste Auftragsfilm ;). Der Lohn: Freie Kost und Logis für zwei Wochen in Yume Nomad Hostel in Kobe/Japan … und die Möglichkeit mal etwas anderes vor die Kamera zu bekommen als die üblichen Touristenspots, von denen man in Japan nur schwer wegkommt. Wie es sich für einen anständigen Auftrag gehört, begann das Projekt mit einem Briefing und damit der Erkenntnis, dass Kommunikation in Japan nicht einfach ist. Englisch wird wenig bis gar nicht gesprochen. Selbst wenn sie es probieren, klingt es noch erstaunlich japanisch. Komisch. Man fühlte sich stark an die Szene „Fotoshooting“ aus Lost in Translation erinnert, in der Bill Murray minutenlange Einweisungen des Fotografen auf japanisch bekommt , wie er in die Kamera schauen soll, die die Dolmetscherin in ein zwei Wörtern zusammenfasst. So in etwa lief das bei uns auch ab. Mayumi, die Besitzerin des Hostels erklärt und erklärt, wir sitzen mit leuchtenden aber verwunderten Augen gegenüber und Hiro, ihr Geschäftspartner fasst das Ganze kurz und knapp zusammen. Hiro hat immerhin eine Weile in London gelebt. Bei uns bleibt das Gefühl: „Das kann doch nicht alles gewesen sein, was sie gesagt hat. Und so war es dann auch. Das Briefing änderte sich vom ersten E-Mail Kontakt bis zum endgültigen Film öfters. Der entgültige Kundenwunsch war, das Hostel und seine Jubiläumsfeier im Tierdokumentationsstil vorzustellen.
„Eto, hm, nh … like … animal documentary … eto … like watching animal … nh .. nhn .. Hei“. ;D
Das Ergebnis könnt ihr hier sehen. Spaß hat´s jedenfalls gemacht. Der kurze Clip zum Umbau des Schwesterhostels war dagegen klarer … er sollte wie ein Musikvideo aufgemacht sein.

Yume Nomad documentary

Yume Nomad Apartments clip

Kobe mag rein visuell nicht ganz so viel zu bieten haben, aber die Menschen haben es zu einem besonderen Erlebnis gemacht. Wir hatte so viel Spaß im Hostel mit Mayumi, Hiro und all den anderen Workaway-Leuten. In den Fotos noch einige Momentaufnahmen vom Hostelteam, Kobe und Umgebung.

P.S.: Ein kleines Stückchen Kobe Rind (oder sowas ähnliches, wer weiß) haben wir uns natürlich doch geleistet. Schon sehr gut, aber unserer Meinung nach gibt es bei uns vergleichbar gutes Fleisch, wenn man ein bisschen mehr dafür hinlegt. Wir haben in näherer Umgebung weder nach Sake riechende Kühe noch dazugehörige Masseure gefunden 😉 -> FAZ-Artikel.

Yume Nomad 3rd anniversary
Hostelleben
Kobe Stadt